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Dog Trekking: Der komplette Einsteigerleitfaden

Dog Trekking: Der komplette Einsteigerleitfaden

Enrico Merlo using our Trekking Kit

Was ist Dog Trekking?

Dog Trekking ist die entspannteste und körperlich am wenigsten anspruchsvolle Zughundesportart, die du gemeinsam mit deinem Hund ausüben kannst. Dadurch ist sie für deutlich mehr Mensch-Hund-Teams geeignet als andere Sportarten!

Es bedeutet ganz einfach, mit deinem Hund wandern zu gehen. Anstatt die Leine in der Hand zu halten, wird eine elastische Zugleine mit einem leichten Hüftgurt verbunden, den du trägst. Das ist großartig für Hunde, weil sie dabei auf natürliche Weise ziehen und den Weg vorgeben können und ebenso großartig für dich, weil du die Hände frei hast.

Im Gegensatz zu schnelleren Sportarten geht es beim Dog Trekking darum, den Wanderweg zu genießen, gemeinsam die Natur zu erkunden und deinem Hund die Möglichkeit zu geben zu ziehen, wenn er überschüssige Energie abbauen möchte oder einfach Freude daran hat.

Es ist eine großartige Aktivität, um den Kopf frei zu bekommen und sich keine Gedanken über Trainingsaspekte wie Rückruf oder gutes Verhalten an der Leine machen zu müssen.


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Wie findest du den richtigen Wanderweg für Dog Trekking?

Um geeignete Wege für Dog Trekking zu finden, kannst du Apps wie AllTrails, Komoot, SityTrail oder Wikiloc nutzen. Du kannst auch online nach “Ortsname + Wanderweg” suchen, Einheimische nach Empfehlungen fragen oder einfach losziehen und neue Strecken entdecken.

Die Online-Suche ist besonders hilfreich, weil du dort die Länge und die Höhenmeter einer Strecke überprüfen kannst. Beides sind wichtige Faktoren, um eine Route zu wählen, die deinen Erwartungen und deinem Fitnessniveau entspricht.

Außerdem kannst du entscheiden, welche Art von Route du bevorzugst:

  • Rundwege: sind ideal, weil sie während der gesamten Wanderung abwechslungsreiche Landschaften bieten und größere Anstiege meist nur einmal bewältigt werden müssen.
  • Hin- und Rückwege: eignen sich hervorragend für Einsteiger, da du jederzeit umkehren kannst, ohne die gesamte Strecke zurücklegen zu müssen.
  • Streckenwanderungen (Punkt-zu-Punkt): sind interessant, wenn du ein neues Ziel erreichen möchtest – auch auf mehrere Etappen verteilt.

Vor dem Start solltest du außerdem Folgendes prüfen:

  • Ob es entlang der Strecke Zugang zu Trinkwasser gibt, damit du einschätzen kannst, wie viel Wasser du mitnehmen musst.
  • Ob in Bergregionen Herdenschutzhunde anzutreffen sein könnten.
  • Die Gezeiten, wenn du in Küstennähe unterwegs bist, da Flut bestimmte Strandabschnitte unpassierbar machen kann.
  • Die örtlichen Leinenpflichten, falls du deinen Hund ohne Leine laufen lassen möchtest.

Vergewissere dich immer, dass die gewählte Route hundefreundlich ist, bevor du losgehst. Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als umkehren zu müssen, weil der Weg Hindernisse enthält, die für Hunde ungeeignet sind, wie anspruchsvolle Hängebrücken, sehr schmale Pfade oder Metalltreppen und Leitern.

Ist Dog Trekking für deinen Hund geeignet?

Auch wenn Dog Trekking nicht die anspruchsvollste Zughundesportart ist, handelt es sich dennoch um eine körperlich und mental fordernde Aktivität.

Dein Hund muss körperlich fit genug sein, um ziehen zu können. Hat dein Hund empfindliche Gelenke oder Gelenkprobleme, ist diese Sportart möglicherweise nicht geeignet – insbesondere dann, wenn du Touren mit vielen Höhenmetern planst, da Auf- und Abstiege Gelenke und Muskulatur stark belasten. Da Dog Trekking eine belastungsintensive Aktivität ist, solltest du vor dem Einstieg immer deinen Tierarzt oder einen Tierosteopathen konsultieren.

Genauso wichtig ist, dass dein Hund tatsächlich Freude an dieser Aktivität hat. Für manche Hunde ist Ziehen kein natürliches Verhalten und eine kurze elastische Zugleine kann sich zu einschränkend anfühlen. Wenn dein Hund ruhige Spaziergänge bevorzugt und gerne in seinem eigenen Tempo schnüffelt, ist eine Schleppleine möglicherweise die bessere Wahl.

Checkliste: Unverzichtbare Ausrüstung für Dog Trekking

Diese Checkliste für die Ausrüstung beim Dog Trekking ist sehr umfassend, sollte aber selbstverständlich an deine eigenen Bedürfnisse und die deines Hundes angepasst werden.

Geschirr

Ein ergonomisches Geschirr ist die wichtigste Ausrüstung für Dog Trekking. Beim Ziehen muss das Geschirr den Druck gleichmäßig über den Körper des Hundes verteilen, ohne seine Bewegungsfreiheit oder Atmung einzuschränken.

Ein gut konstruiertes Zuggeschirr:

  • Ermöglicht die vollständige Schulterbewegung.
  • Übt keinen Druck auf Hals oder Wirbelsäule aus.
  • Verursacht keine Scheuerstellen.
  • Ist leicht und flexibel.

Die Zughundegeschirre X-Shirt, Scandinavia und X-Run erfüllen alle diese Anforderungen.

Mehr über Gurte erfahren Sie in unserem Artikel “Zughundegeschirre – Leitfaden”.

Ist dein Hund besonders empfindlich, kann ein Sicherheitsgeschirr die bessere Wahl sein. Es bietet zusätzliche Kontrolle und Sicherheit, ohne den Komfort zu beeinträchtigen. Unser Geschirr Broad Peak eignet sich hervorragend für Dog Trekking.

Geschirr 4 Season Broad Peak mit Jogging Leine und Schlittenhunde Halsband

Elastische Zugleine

Die Leine zwischen dir und deinem Hund sollte über einen elastischen Abschnitt verfügen. Dieser federt plötzliche Bewegungen ab, wenn dein Hund beschleunigt, langsamer wird oder die Richtung wechselt. Dadurch werden Rücken und Gelenke deines Hundes sowie dein eigener unterer Rücken geschont. Manche Zugleinen sind außerdem für zwei Hunde gleichzeitig ausgelegt.

Karabiner

Ein stabiler und sicherer Karabiner ermöglicht es, die Leine schnell und sicher am Hüftgurt zu befestigen oder zu lösen. Wähle ein robustes und zuverlässiges Modell, besonders wenn dein Hund kräftig zieht.

Gürtel

Der Hüftgurt ermöglicht es deinem Hund, dich effizient zu ziehen. Gerade auf längeren Touren ist ein hoher Tragekomfort besonders wichtig.

Je nach Einsatzbereich gibt es verschiedene Modelle:

Trekkinggürtel
Wähle diesen Gürtel für kürzere Touren oder wenn dein Hund nur leicht zieht.

4 Season Joggingleine mit Trekking Gürtel, Geschirr 4 Season Power und Karabiner CaniX Gürtel

Racing Gürtel
Dieser Gürtel eignet sich für Hunde mit starker Zugkraft, wenn du keinen Stauraum benötigst oder bereits einen Rucksack trägst.

Racing Gürtel mit CaniX Leine und Geschirr Scandinavia

Explorer Gürtel
Dieser Gürtel ist ideal für Hunde mit starker Zugkraft oder für längere Touren, bei denen zusätzlicher Stauraum von Vorteil ist.

4 Season Jogging Leine mit Explorer Gürtel und Geschirr Broad Peak

Mehr über Gürtel erfahren Sie in unserem Artikel “Gürtel – Ratgeber”.

Wasser und Wassernapf

Nimm immer ausreichend Wasser für dich und deinen Hund mit und lege regelmäßig Pausen ein, damit dein Hund trinken kann – besonders bei warmem Wetter. Hunde können sich bei körperlicher Anstrengung wie dem Ziehen schnell überhitzen.

Hundeschuhe und Winterpad Ointment

Je nach Gelände und Wetter können die Pfotenballen beim Dog Trekking stark beansprucht werden (Steine, Schnee, Eis oder heißer Untergrund).

Zur Vorbeugung empfiehlt sich:

  • Eine Pfotensalbe zur Stärkung und zum Schutz der Ballen.
  • Hundeschuhe im Rucksack für Verletzungen oder besonders anspruchsvolles Gelände.
Tibesti booties canicross

Erste-Hilfe-Set

Man weiß nie, was auf einer Wanderung passieren kann. Deshalb gehört ein Erste-Hilfe-Set immer zur Grundausstattung.
Es sollte Folgendes enthalten: Desinfektionsmittel, Verbände, Mullkompressen und grundlegendes Material zur Wundversorgung.

Pet Erste-Hilfe-Set

Dermauxilium

Eine schützende Wund- und Heilcreme unterstützt die Heilung und schützt die Wunde unterwegs vor Bakterien. Reinige und desinfiziere die Wunde immer, bevor du die Creme aufträgst.

Dermauxilium Heilcreme

Leckerlis

Optional, aber äußerst praktisch, um das Training fortzusetzen oder deinen Hund bei Bedarf abzulenken.

Hundemantel

Schlechtes Wetter bedeutet nicht, dass Dog Trekking ausfallen muss. Ein Hundemantel hilft deinem Hund, sich bei Regen, Wind oder Schnee wohlzufühlen.

Mehr über Hundemäntel erfahren Sie in unserem Artikel “Hundemäntel – Ratgeber”.

Körperliches Training für deinen Hund

Bevor ihr mit Dog Trekking beginnt, sollte dein Hund körperlich gut vorbereitet sein. Wie bei jeder Ausdauersportart macht eine gute Vorbereitung das Erlebnis sicherer und angenehmer.

Zuerst Kraft aufbauen.
Beginne mit regelmäßigen Spaziergängen in der Natur, um eine solide Grundlage zu schaffen. Unebenes Gelände fördert Gleichgewicht, Koordination und Muskelkraft. Ergänzend kannst du Schwimmen und kurze Laufeinheiten einbauen.

Die Distanz schrittweise steigern.
Die wichtigste Regel beim Dog Trekking lautet: die Strecke langsam und kontinuierlich steigern. Du kannst mit einer Wanderung von etwa 3 km beginnen und dich mit regelmäßigem Training und ausreichender Erholung bei manchen Hunden auf 30–40 km steigern. Plötzliche Erhöhungen der Distanz oder der Höhenmeter können zu Muskelkater, Gelenkbelastungen oder sogar Verletzungen führen.

Kenne den Hund vor dir.
Jeder Hund ist anders. Passe deine Erwartungen entsprechend an und vermeide es, deinen Hund zu überfordern, wenn er:

  • Gesundheitliche Probleme hat
  • Sehr jung oder bereits älter ist
  • Einer empfindlichen oder schweren Rasse angehört
  • Zu Angst oder Überstimulation neigt

Achte auf Anzeichen von Müdigkeit.
Nimm Ermüdungserscheinungen immer ernst. Dazu gehören unter anderem:

  • Ein leerer oder ausdrucksloser Gesichtsausdruck
  • Eine schlaffe Zugleine, weil dein Hund aufgehört hat zu ziehen
  • Langsamere Reaktionen
  • Nachlassende Motivation

Touren abwechslungsreich gestalten: Zuggeschirr, Schleppleine oder Freilauf

Ein Hund wird sich selten erfüllt fühlen, wenn jede Spaziergang ausschließlich aus Ziehen besteht.
Dog Trekking ist zwar eine großartige Aktivität, sollte jedoch nicht die einzige Beschäftigungsform deines Hundes sein. Das Ziehen beansprucht immer wieder dieselben Muskelgruppen, insbesondere Brust, Schultern und den vorderen Körperbereich. Wird ausschließlich diese Aktivität ausgeübt, kann dies zu muskulären Dysbalancen führen. Unterschiedliche Bewegungsformen fördern dagegen eine ausgewogene und gesunde Muskulatur.

Damit dein Hund körperlich und mental ausgeglichen bleibt, solltest du zwischen folgenden Aktivitäten abwechseln:

  • Dog-Trekking-Touren
  • Entspannten Spaziergängen an der Schleppleine
  • Freiem Erkunden, wenn dies möglich und sicher ist

Diese unterschiedlichen Ausflüge ermöglichen deinem Hund zu schnüffeln, zu erkunden und sich in seinem eigenen Tempo zu bewegen – alles wichtige Voraussetzungen für sein mentales Wohlbefinden.

Flüssigkeitszufuhr und Ernährung

Da Dog Trekking vor allem eine Ausdaueraktivität ist, kannst du deinem Hund während der Tour problemlos mehrmals Wasser und kleine Futtermengen anbieten. Es ist sogar besser, regelmäßig kleine Mengen trinken zu lassen, anstatt ein- oder zweimal große Mengen auf einmal anzubieten, da dies das Risiko einer Magendrehung erhöhen kann. Ist dein Hund besonders anfällig dafür, solltest du längere Pausen einlegen und ihn nach dem Trinken zunächst nur langsam weiterlaufen lassen.

Während der Wanderung solltest du deinem Hund regelmäßig Wasser anbieten – etwa alle 30 Minuten, abhängig von der Schwierigkeit der Strecke und den Wetterbedingungen. Warte niemals, bis dein Hund Anzeichen von Dehydrierung zeigt, wie starkes Hecheln, übermäßigen Speichelfluss oder sogar einen Zusammenbruch.

Nimm immer eigenes Trinkwasser mit oder stelle sicher, dass unterwegs sichere Wasserquellen vorhanden sind. Das Trinken aus Pfützen oder natürlichen Gewässern kann gefährlich sein, da sie Bakterien (zum Beispiel Cyanobakterien oder Leptospiren, die beide lebensbedrohlich sein können) sowie Parasiten enthalten können. Je häufiger du deinem Hund sauberes Wasser anbietest, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er aus unsicheren Wasserquellen trinkt. Durch entsprechendes Training kannst du ihm außerdem beibringen, nicht aus Pfützen zu trinken.

Wenn ihr ein fortgeschrittenes Niveau erreicht und lange, anspruchsvolle Trekkingtouren unternehmt, kannst du auch spezielle Elektrolyte für Hunde in Betracht ziehen. Die sicherste Vorgehensweise ist jedoch, dies vorher mit deinem Tierarzt zu besprechen.

Mehr zum Thema erfährst du in unserem Artikel “Flüssigkeitszufuhr: ein oft vernachlässigtes Element in der Ernährung von Hundeathleten…”.

Bei normalen Tageswanderungen ist es nicht notwendig, die übliche Ernährung deines Hundes anzupassen. Wie bereits erwähnt, kannst du unterwegs Leckerlis als Belohnung geben, ohne seine Gesundheit zu gefährden. Bei längeren oder besonders anstrengenden Touren können kleine Snacks helfen, das Energieniveau aufrechtzuerhalten. Auch dies solltest du vorab mit deinem Tierarzt besprechen.

Vollwertige Mahlzeiten sollten mit ausreichend zeitlichem Abstand vor Beginn der Aktivität und erst nach deren Ende gegeben werden, um Verdauungsbeschwerden zu vermeiden.

Welche Kommandos solltest du deinem Hund beibringen?

Das Schöne am Dog Trekking ist, dass perfekter Gehorsam nicht erforderlich ist. Entscheidend sind vielmehr der natürliche Zugtrieb und die Motivation deines Hundes. Dennoch machen einige gut aufgebaute Kommandos eure Touren sicherer, entspannter und angenehmer.

Fuß
Wenn dein Hund das Ziehen unterbrechen und für kurze Zeit ruhig neben dir laufen kann, ist das äußerst hilfreich. Das kann auf schmalen Wegen, beim Überqueren von Straßen, beim Vorbeilassen anderer Wanderer oder in belebten Bereichen notwendig sein.

Hinter
Beim Bergabgehen möchte dein Hund möglicherweise weiterhin ziehen. Da er auf vier Beinen läuft, ist er dabei meist stabiler als du. Das Kommando, leicht hinter dir zu bleiben, kann dir helfen, das Gleichgewicht zu halten.

Stopp
Unverzichtbar in Notfällen oder einfach für eine Pause.

Los
Ein klares Signal, dass dein Hund wieder ziehen darf. Das schafft Struktur und verhindert Missverständnisse, insbesondere nach Pausen oder technisch anspruchsvollen Wegabschnitten.

Lass es
Leider liegen auf manchen Wegen Müll oder andere potenzielle Gefahren. Deshalb ist es sehr hilfreich, wenn dein Hund lernt, nichts vom Boden aufzunehmen.

BONUS: Bleib
Für Dog Trekking nicht unbedingt notwendig, aber ideal für tolle Fotos.

Dog Trekking lebt vom natürlichen Instinkt des Hundes. Einige gut aufgebaute Kommandos machen daraus jedoch eine echte Teamarbeit.

Sicherheit

Dog Trekking ist nur selten eine gefährliche Aktivität. Dennoch erfordern Abenteuer in der Natur eine gute Vorbereitung auf mögliche Risiken.

Zuallererst solltest du auf Verletzungen vorbereitet sein:

  • Lerne die Grundlagen der Ersten Hilfe. Darüber hinaus gibt es vertiefende Kurse, die häufig als Wochenendseminare von spezialisierten Organisationen angeboten werden.
  • Nimm immer ein Erste-Hilfe-Set für Hunde mit, damit du im Ernstfall schnell handeln kannst.
  • Für mittelgroße Hunde kann außerdem eine leichte Notfall-Trage sinnvoll sein, die sich klein zusammenfalten lässt und kaum Platz benötigt.

Um das Risiko von Krankheiten oder Parasiten zu verringern, denen dein Hund in der Natur ausgesetzt sein kann, sollten seine Impfungen aktuell sein. Verwende außerdem einen geeigneten Schutz gegen Zecken, Mücken und Flöhe. Vergiss nicht, deinen Hund nach jeder Tour sorgfältig auf Zecken zu kontrollieren.

Informiere dich außerdem über die örtlichen Leinenvorschriften. So weißt du, wie du dich verhalten solltest und womit du bei anderen Erholungssuchenden rechnen musst. Darauf vorbereitet zu sein, dass freilaufende Hunde auf euch zulaufen, während dein Hund zieht, kann einen großen Unterschied machen.

Eine saisonale Gefahr, auf die du achten solltest, ist der Kiefernprozessionsspinner. Die Raupen fallen von Kiefern herab und können bei Kontakt mit Schnauze oder Pfoten schwere Verletzungen verursachen. Es kann sinnvoll sein, Natron (Lebensmittelqualität) mitzunehmen, um betroffene Stellen im Notfall auszuspülen.

Versuche schließlich immer, für andere Waldbesucher gut sichtbar zu sein – auch für Jäger –, zum Beispiel durch gut sichtbare Warnkleidung wie unsere Trapper Weste.

Deutscher Schäferhund im Herbst

Passe dich der Jahreszeit an

Dog Trekking im Sommer und im Winter kann sich fast wie zwei völlig unterschiedliche Aktivitäten anfühlen. Hier erfährst du, warum.

Dog Trekking im Sommer

Im Sommer ist Hitze die größte Herausforderung. Hunde sind deutlich empfindlicher gegenüber hohen Temperaturen als Menschen und können sich bei körperlicher Anstrengung schnell überhitzen.

Eine der besten Strategien besteht darin, die größte Hitze möglichst zu vermeiden. Wähle Waldwege mit viel Schatten anstelle offener Flächen, auf denen du und dein Hund der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt seid. Auch Wanderungen in höheren Lagen können einen großen Unterschied machen, da die Temperaturen mit zunehmender Höhe häufig deutlich sinken.

Plane deine Touren außerdem möglichst in der Nähe von Seen, Flüssen oder Bächen, damit sich dein Hund zwischendurch abkühlen kann. Kühlende Ausrüstung kann zusätzlich dazu beitragen, dass dein Hund angenehm kühl und sicher bleibt.

Weitere Tipps findest du in unserem Artikel “Zughundesport bei warmem Wetter: Sicherheit, hilfreiche Strategien und was zu vermeiden ist”.

Dog Trekking im Winter

Der Winter ist eine hervorragende Jahreszeit für Dog Trekking. Dennoch solltest du die Bedingungen stets im Blick behalten, insbesondere in höheren Lagen, in denen Schnee liegen kann.

Tiefer Schnee erhöht die körperliche Belastung für dich und deinen Hund erheblich. Deshalb empfiehlt es sich in der Regel, kürzere Strecken als in anderen Jahreszeiten zu wählen. Ist dein Hund kälteempfindlich, kann ein Hundemantel helfen, ihn warm und komfortabel zu halten.

Auch Regen sollte nicht unterschätzt werden. Nasser Untergrund kann rutschig sein und die Sicht verschlechtern, wodurch das Unfallrisiko deutlich steigt.

Deshalb ist es äußerst wichtig, die Wetterbedingungen bei der Planung einer Dog-Trekking-Tour stets zu berücksichtigen.

Verhalten auf dem Wanderweg

Beim Wandern in der Natur ist es besonders wichtig, Rücksicht auf andere Erholungssuchende, die Tierwelt und die Natur selbst zu nehmen.

Rücksicht auf andere Wanderer bedeutet, deinen Hund jederzeit unter Kontrolle zu haben – entweder an der Leine oder mit einem zuverlässigen Rückruf – und aufmerksam auf deine Umgebung zu achten. Manche Menschen haben Angst vor Hunden oder sind allergisch und auch andere Hunde können auf fremde Hunde empfindlich reagieren. Ausreichend Abstand sorgt dafür, dass sich alle sicher und wohlfühlen.

“Leave No Trace” (Hinterlasse keine Spuren) ist die wichtigste Regel in der Natur. Weder dein Müll noch die Hinterlassenschaften deines Hundes sollten zurückgelassen werden.

Ebenso wichtig ist es, die heimische Tierwelt vor den Auswirkungen der Anwesenheit deines Hundes zu schützen. Dazu gehört, deinen Hund niemals Wildtiere jagen zu lassen und seinen Kot immer einzusammeln. Der Geruch eines Raubtiers kann Beutetiere erheblich stressen und das natürliche Gleichgewicht des Lebensraums stören.

Mehr über die Auswirkungen von Hundekot auf die Natur erfährst du in unserem Artikel “Kein Haufen bleibt zurück: Ist es unbedenklich, den Kot deines Hundes in der Natur zu hinterlassen?”.

Damit dir die Einhaltung der Leave No Trace-Prinzipien leichter fällt, kannst du einen Poop Of verwenden. Diese verschließbare Tasche lässt sich einfach am Rucksack oder Gürtel befestigen und ermöglicht es, den Hundekot hygienisch bis zum nächsten Mülleimer zu transportieren. Dank der integrierten starken Magnete kann sie für die Heimfahrt sogar außen am Auto befestigt werden.


Fazit

Beim Dog Trekking geht es nicht um Leistung, sondern darum, das Tempo zu reduzieren und die Natur gemeinsam zu genießen. Ganz gleich, ob dein Hund dich zum Wandern inspiriert hat oder du in den Bergen aufgewachsen bist – eine gemeinsame Tour ist eine besondere Erfahrung, die eure Bindung stärkt und für eine echte Auszeit in der Natur sorgt. Dog Trekking ist kein Wettkampfsport: Jedes Mensch-Hund-Team kann Strecken wählen, die zum eigenen Leistungsniveau und den persönlichen Zielen passen. Dadurch ist diese Aktivität für die meisten Hunde gut geeignet.

Wie bei jeder Outdoor-Aktivität hängt ein gelungenes Erlebnis von einer guten Vorbereitung ab: der passenden Ausrüstung, einem schrittweisen Trainingsaufbau, einer ausreichenden Flüssigkeitsversorgung und einer sorgfältigen Tourenplanung. Am wichtigsten ist jedoch, dass du deinen Hund kennst – seine Grenzen, seinen Gesundheitszustand und seine individuellen Bedürfnisse.

Wenn du Dog Trekking in den Bergen betreibst, solltest du Sicherheit immer an erste Stelle setzen und mögliche Gefahren im Blick behalten – insbesondere im Winter.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist Dog Trekking?

Dog Trekking bedeutet, gemeinsam mit deinem Hund zu wandern und dabei Zughundegeschirr zu verwenden. Dein Hund hilft dabei, dich vorwärtszuziehen und profitiert gleichzeitig von allen Vorteilen des Zughundesports, wie Muskelaufbau und einem sinnvollen Ausgleich für überschüssige Energie.

Können alle Hunde Dog Trekking machen?

Mit der richtigen körperlichen Vorbereitung können fast alle Hunde in irgendeiner Form Dog Trekking betreiben. Sprich vor dem Einstieg mit deinem Tierarzt oder einem Tierosteopathen.

Mit wie vielen Hunden kann man Dog Trekking machen?

Mit gut trainierten Hunden und der passenden Ausrüstung können bis zu vier oder sogar sechs Hunde gleichzeitig eingespannt werden. Mit drei oder weniger Hunden ist es jedoch deutlich einfacher.

Welche Ausrüstung brauche ich für Dog Trekking?

Grundausstattung:

  • Hüftgurt
  • Karabiner
  • Elastische Zugleine
  • Zuggeschirr
  • Wasser
  • Hundekotbeutel

Optionale Ausrüstung:

  • Hundeschuhe
  • Erste-Hilfe-Set
  • Snacks oder Kausnacks
  • GPS
  • Pfotensalbe gegen Schneeklumpen
  • Wundsalbe
  • Trainingsleckerlis
  • Hundemantel
  • Poop Of
  • Hundemarke mit deiner Telefonnummer
  • Hundespielzeug
  • Trapper Weste

Für dich:

  • Wanderschuhe
  • Wanderbekleidung
  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme
  • Zahlungsmittel (für Verpflegung oder einen Tierarzt-Notfall)
  • Regenjacke
  • Handy
  • Snacks
  • Leckerlibeutel

Es lohnt sich außerdem, Wechselkleidung im Auto bereitzuhalten. Sinnvoll kann auch ein umfangreicheres Erste-Hilfe-Set sein, das beispielsweise einen Maulkorb enthält, da verletzte Hunde manchmal aggressiv reagieren können.

Welche maximale Strecke kann ein Hund beim Dog Trekking zurücklegen?

Es gibt keine festen Grenzen hinsichtlich Kilometern oder Höhenmetern. Beobachte deinen Hund aufmerksam und lerne seine Fähigkeiten kennen, indem du die Distanzen schrittweise erhöhst. Hunde mit viel Erfahrung im Dog Trekking oder Dog Trail können an einem Tag mehr als 50 km zurücklegen. Lange Touren lassen sich außerdem auf mehrere Tage aufteilen, beispielsweise mit Etappen von 15–20 km pro Tag über mehrere Tage oder Wochen.

Kann ich Dog Trekking mit einem älteren Hund machen?

Es gibt keine Altersgrenze für Wanderungen mit Hunden. Gerade ältere Hunde profitieren davon, aktiv zu bleiben, um ihre Gesundheit möglichst lange zu erhalten. Dog Trekking belastet die Gelenke vergleichsweise wenig, kann aber dennoch körperlich fordernd sein und Muskelkater verursachen. Lass deshalb regelmäßig von deinem Tierarzt überprüfen, ob dein Hund noch fit genug für diese Aktivität ist.

Worin unterscheidet sich Dog Trekking vom Trailrunning mit Hund?

Dog Trail ist eine eigenständige Disziplin. Zwar wird dieselbe Zughundeausrüstung verwendet, zusätzlich trägt man jedoch einen leichten Rucksack mit hauptsächlich Wasser und Snacks und sowohl Hund als auch Mensch benötigen deutlich mehr Training, bevor längere Distanzen bewältigt werden können. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel “Dog Trail vs. Canicross – Was ist der Unterschied?”.

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